16. Januar 2017 Cornelia Falken

Falken: LINKE fordert Kultusministerin Kurth auf, Gymnasien in Leipzig und Dresden bei steigenden Schülerzahlen zu helfen

 

Zu den Auswirkungen der Änderung der Bildungsempfehlung im Schulgesetz auf die Städte Dresden und Leipzig erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Cornelia Falken:

Der vorliegende Gesetzentwurf zur Neuregelung der Bildungsempfehlung überfordert die Städte Dresden und Leipzig. Nach Berechnungen der LINKEN, die sich auf Erfahrungen in anderen Bundesländern stützen, müssen die öffentlichen Gymnasien in Sachsen ca. zehn Prozent zusätzliche Schülerinnen und Schüler aufnehmen, das sind in Zahlen 1500.

Das bedeutet, dass es an diesen Schulen im kommenden Schuljahr mindestens 60 (!) 5. Klassen mehr geben muss als bisher. Das wird nach den bisherigen Erfahrungswerten vor allem Dresden und Leipzig betreffen. Es reicht nicht, wie die Kultusministerin, an die Eltern zu appellieren, sie mögen ihr Kind nicht um jeden Preis ans Gymnasium schicken. Wer den Städten Aufgaben per Gesetz überträgt, der hat auch die materiellen und organisatorischen Voraussetzungen für die Aufgabenerfüllung zu schaffen.

Es darf zu keiner Verschlechterung der Lern- und Unterrichtsbedingungen in Dresden und Leipzig kommen, keine Erhöhung der Anzahl der Schülerinnen und Schüler pro Klasse und keine zusätzlichen Belastungen für die Lehrerinnen und Lehrer.