22. März 2017 Cornelia Falken

Falken: Linksfraktion unterstützt Chemnitzer Wirtschafts-Initiative zu Lehrerausbildung – bewegen sich CDU/SPD doch?

 

Zum Offenen Brief von Vertretern von Industrie und Handwerk sowie Landträten aus der Region Chemnitz an den Ministerpräsidenten erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Cornelia Falken:

Die Linksfraktion unterstützt den außerparlamentarischen Vorstoß von Wirtschaft und Handwerk aus der Chemnitzer Region für eine „breite Lehrerausbildung an der TU Chemnitz“. Vielleicht führt der zweite Versuch, auf die Regierungskoalition einzuwirken, um die Lehramtsausbildung an der TU Chemnitz zu verbessern, zum Erfolg. Einen entsprechenden Vorstoß der LINKEN haben die Koalitionäre erst im Oktober vergangenen Jahres abgelehnt.

Mit ihrem Antrag zur Stärkung der „Lehrerausbildung in der Region Chemnitz“ (Landtags-Drucksache 6/5107) hatte DIE LINKE eine Verdoppelung der Grundschullehrerausbildung an der Technischen Universität Chemnitz, die Einführung der Ausbildung von Oberschullehrerinnen und -lehrern sowie von Berufsschullehrkräften und eine „Entfristung“ der Lehramtsausbildung an der TU Chemnitz gefordert. Denn zurzeit praktiziert die TU Chemnitz ein bis 2020 „befristetes Sonderprogramm“, das zu einer instabilen Situation am Zentrum für Lehrerbildung der TU geführt hat. Die Folge ist, dass zwei Professorenstellen zurzeit nicht besetzt und nur befristete Stellen möglich sind. Wir sind gespannt, ob sich die Koalition nun eines Besseren besinnt.

Zugrunde liegt dem Antrag der Fraktion DIE LINKE das „Gemeinsame Forderungspapier des Regionalkonvents Chemnitz, der IHK Chemnitz und der HWK Chemnitz“ vom März 2016 zur Sicherung des Lehrerbedarfs in der Region. Darin haben die Vertreter der Wirtschaft von der Staatsregierung die Aufrechterhaltung und den Aufbau einer breit gefächerten Lehrerausbildung an der TU Chemnitz gefordert. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz nannte die Sicherung des Lehrerbedarfs (in der Region Chemnitz) „die wichtigste Aufgabe der Wirtschaftsförderung in Sachsen“.