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Falken: AfD beschwört „Gefahr“ durch Lehrkräfte – dabei belegen ihre bisherigen Beschwerden das Gegenteil

Zur Antwort des Kultusministers auf ihre Kleine Anfrage „Einschüchterungsversuche von Lehrkräften durch AfD-Politiker“ (Parlaments-Drucksache 6/14859) erklärt Cornelia Falken, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Ganze vier (!) Beschwerden haben AfD-Politiker binnen zwei Jahren gegen Lehrkräfte in Sachsen eingelegt – angesichts der 30.000 Lehrer*innen an öffentlichen Schulen bewegt sich das bisherige AfD-Beschwerdewesen also im Zehntelpromillebereich. In den bereits abgeschlossenen drei Fällen konnte kein Fehlverhalten festgestellt werden. Auch dagegen war bisher von der AfD kein Aufschrei zu vernehmen. Die AfD-Politiker haben also selbst nicht die vermeintlichen „Missstände“ ermittelt, gegen die sie nun mit dem Melde-Portal „Lehrer SOS“ vorgehen wollen. 

Es ist also offenkundig: Der AfD-Fraktion geht es mit ihrem Anschwärz-Portal ausschließlich darum, Angst und Schrecken in der Lehrerschaft zu verbreiten. Man möchte alle anderen Parteien kritisieren, aber selbst nicht kritisiert werden, wie es im Rahmen der politischen Bildung normal ist.

Wes Geistes Kind die Blau-Braunen sind, offenbart allein schon diese Aussage auf ihrer Plattform: „Der Lehrer unterrichtet nach vorgeschriebenem Lehrplan – also alles, was pro Jahr und Klassenstufe vermittelt werden muss. Wie und mit welchen Mitteln, bestimmt er jedoch selbst. Dort liegt die Gefahr.“ Pädagogische Freiheit ist dem Gleichschaltungsanspruch der Rechtsaußen-Partei ein Dorn im Auge. Dagegen richtet sich das Petz- und Hetz-Portal, nicht gegen vermeintliche Missstände, die es gar nicht gibt – wie Umfang und Ergebnis der AfD-Beschwerden selbst beweisen.