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Falken: Keine Kürzungen im Musik- und Kunstunterricht!

Zur Absicht des sächsischen Kultusministers, den Musik- und Kunstunterricht abzubauen („Freie Presse“ von heute“), erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Cornelia Falken:

Seit Jahren verfolgt DIE LINKE mit großer Sorge die Tendenz, den Fachunterricht in Musik und Kunst an den Schulen aus Kostengründen zu reduzieren. Das belegen mehrere Kleine Anfragen zur „Absicherung des Kunst- und Musikunterrichts“. (Parlaments-Drucksachen 6/ 5566/5576/558 und 6/ 559) Im Grundschulbereich werden 60 Prozent des Kunst- und Musikunterrichts nicht mehr von Fachlehrern und -lehrerinnen unterrichtet. Phasenweise werden in verschiedenen Klassenstufen nur halbe Stunden für Kunst und Musik unterrichtet, und die aktuelle Stundentafel enthält eine Wahlmöglichkeit zwischen Kunst und Musik. 

Nun will der Kultusminister den Unterricht in Kunst und Musik noch weiter reduzieren. Ab dem Schuljahr 2019/20 sollen, geht es nach seinem Haus, in den fünften Klassen die Fächer Kunst und Musik um eine Wochenstunde verringert werden. Damit verstärkt der Kultusminister den Trend, Kunst und Musik (kulturelle Bildung) ganz in den Ganztagsbereich zu verlagern und den Fachunterricht weiter abzubauen. Das halten wir für völlig inakzeptabel. Musik und Kunst sind ein zentraler Bestandteil von Allgemeinbildung und für die Persönlichkeitsentwicklung von großer Bedeutung. Ihren besonderen Platz haben beide Fächer in der Schule. Die erhoffte Personalreserve wird sich ohnehin nicht einstellen, weil schon jetzt das Fachpersonal fehlt.

Das trifft auch für die Erhöhung der Pflichtstundenzahl für Grundschullehrkräfte, die gerade erst gesenkt worden ist, zu. Sie zu erhöhen, ist kontraproduktiv, weil sie die Attraktivität einer Lehrertätigkeit in Sachsen nicht steigert. Hier wäre eine Entlastung der Lehrkräfte dringend geboten.

DIE LINKE wird die Kürzungsabsichten im Musik- und Kunstunterricht zum Thema im Sächsischen Landtag machen. Ein entsprechender Antrag mit dem Titel: „Kulturelle Bildung in sächsischen Schulen stärken – künstlerischen Fachunterricht absichern“ befindet sich im parlamentarischen Geschäftsgang. (Parlaments-Drucksache 6/2988). Eine Streichung der Stundentafel ohne vorherige Änderung der Lehrpläne, richtet nur Chaos im Unterricht an.