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Falken / Pinka: Rückschlag für Umweltbildung

Zum Bericht über das heutige Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts zur Natur- und Umweltschule Dresden (NUS) erklären Cornelia Falken, bildungspolitische Sprecherin, und Dr. Jana Pinka, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Das ist ein herber Rückschlag für alle Beteiligten, die nun ihre Bildung im Sinne eines umweltgerechten Umgangs mit natürlichen Ressourcen neu aufstellen müssen – im Sinne des Erfinders des 300 Jahre alten Nachhaltigkeitsbegriffes, dem Freiberger Freiherr Carl von Carlowitz. Das ist kein guter Tag für die Umweltbildung in Sachsen!

Seit Jahren ringt die Natur- und Umweltschule (NUS) um die Genehmigung durch das Landesamt für Schule und Bildung. Im Sommer 2015 hatte das Verwaltungsgericht Dresden die NUS für genehmigungsfähig befunden und der Behörde aufgetragen, einen neuen Bescheid zu erlassen. Dagegen ging die Behörde in Berufung – heute hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht entschieden, dass kein Anspruch auf Genehmigung als Grundschule bestehe. 

Seit fast 7 Jahren gibt es die NUS. Die Lehrer/innen, Eltern und Kinder lieben diese Reformschule mit ihren alternativen und naturverbundenen Unterrichtsformen. Die kleine Grundschule mit 65 Kindern ist voll ausgelastet, die Schüler/innen gehen gern in diese Schule und lernen erfolgreich an den weiterführenden Schulen.

Die NUS Dresden wurde im April 2018 von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen als Ressourcen-Schule mit der besten Stufe „Wir sind Vorbild“ ausgezeichnet. Der Freistaat Sachsen sollte die Arbeit und Leistungen von Alternativen Schulen gesellschaftlich anerkennen und wertschätzen! Gute Bildung braucht Vielfalt, Praxisnähe und Nachhaltigkeit!