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Falken: Unterrichtsausfall dramatisch – endlich entschlossene Gegenmaßnahmen einleiten

Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE im Sächsischen Landtag, Cornelia Falken, erklärt zu den Gründen für den dramatischen Unterrichtsaufall (Kleine Anfrage, Drucksache 6/11547):

Das dramatische Ausmaß des Stundenausfalls zeigt, wie groß der bildungspolitische Scherbenhaufen ist, den die CDU-geführten Regierungen verursacht haben. An 463 von insgesamt 1506 öffentlichen Schulen fielen im November 2017 zwischen fünf und 20 Prozent der Unterrichtsstunden aus. An 346 Schulen betrug der Ausfall fünf bis 10 Prozent, an 104 Schulen sogar zwischen zehn und 20 Prozent. Und an 13 Schulen fand mehr als ein Fünftel des Unterrichts nicht statt. 

Wohlgemerkt: Das sind nur die Zahlen eines einzigen Monats, und dazu kommen noch die Schulen mit bis zu fünf Prozent Ausfall. Im ersten Schulhalbjahr insgesamt dürfte der Umfang des Unterrichtsausfalls nach allen Erfahrungswerten und infolge fehlender Einstellungen von Lehrkräften noch höher sein.

Besonders hart trifft es die Grundschulen und die Förderschulen, bei den Unterrichtsfächern Kunst, Musik, Sachunterricht und Ethik, aber auch Hauptfächer. So sehr sich die Lehrkräfte auch bemühen: Der Unterricht kann nicht abgesichert werden, Abhilfe ist nur noch mittel- bis langfristig möglich. 

Die Lehrkräfte aller Schularten müssen für gleiche Arbeit das gleiche Geld im Portemonnaie haben, egal ob sie angestellt oder verbeamtet sind. Denn wer in Sachsen Lehramt studiert hat, soll auch zum Bleiben bewogen werden! Der Personalbedarf muss endlich langfristig geplant und die Studienkapazitäten müssen erhöht werden. Die vielen Seiteneinsteiger*innen brauchen intensivere Betreuung. Ältere Pädagogen sollten mit Alterszeitmodellen gelockt und Rahmenlehrpläne entwickelt werden, um den Schulen mehr Freiheit zu geben.