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Freiwillige Teilzeit von Lehrer/innen ist der Kompromiss!

Zum Antrag „Nachhaltige Sicherung des Bildungsstandortes Sachsen – Konsequenzen aus den Sondierungsgesprächen der Tarifpartner“ der Fraktionen DIE LINKE, SPD und GRÜNEN erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Cornelia Falken:
Ich möchte mich beim CDU-Schulpolitiker Colditz für seine heutige Rede bedanken, die ihm sicher nicht leicht gefallen ist. Was die FDP hier betreibt, ist gemessen an ihren Versprechun-gen vor der Wahl schlicht Wahlbetrug.
An den Grundschulen ist der Lehrermangel schon mancherorts angekommen – mit Unter-richtsausfall bis hin zur Aussetzung der Notengebung an einer Leipziger Grundschule. Da ins-gesamt die Schülerzahlen steigen, ist eine Fortsetzung der Zwangs-Teilzeit nicht akzeptabel.
Wenn Minister ihre Festlegungen schon in den Medien treffen, haben Gewerkschafter keinen Grund, Gespräche zu führen. Die Staatsregierung zieht das Schwert der Kündigungen, aber ihre Strategie, 80 Prozent zu zahlen und 120 Prozent Leistung zu bekommen, kann nicht funkti-onieren.
Es kursieren auch völlig falsche, überhöhte Zahlen zum Lehrereinkommen, mit denen die Be-völkerung desinformiert wird. Dass die Lehrer/innen nach 20 Jahren eine Ost-West-Anpassung als Angestellte erhalten haben, kann sich die Staatsregierung zudem nicht als große Wohltat anrechnen.
Die Staatsregierung hat die Chance, das Angebot einer Hälfte der Lehrerschaft anzunehmen, bei Teilzeit zu bleiben. Nach ihren Zahlen noch vor ein paar Wochen war von 978 zu viel Stellen die Rede, nun von 2.000. Eine freiwillige Teilzeit ist der Kompromiss – den sollte die Regierung annehmen!