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Kultusminister muss Konsequenzen aus Studie ziehen: Soziale Spaltung an sächsischen Schulen besonders schlimm

Zur Sonderauswertung der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) durch den Schulforscher Wilfried Bos von der TU Dortmund, derzufolge die soziale Herkunft in Sachsen mehr als anderswo über den Gymnasialbesuch entscheidet, sagt die bildungspolitische Spre-cherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Cornelia Falken:
Die Studie zeigt, dass die Realität an den Schulen komplexer ist, als sie in den regelmäßigen amtlichen Jubelgesängen zum Ausdruck kommt. Wir fordern den Kultusminister auf, die nun-mehr vorgelegten Ergebnisse sehr ernst zu nehmen, auszuwerten und daraus Konsequenzen zu ziehen. Wenn es wahr dass, dass die soziale Spaltung im sächsischen Bildungswesen er-heblich tiefer ist als in fast allen anderen Bundesländern, dann zeigt dies einmal mehr den aku-ten Reformbedarf gerade auch in Sachsen.
Die Verschärfung der Zugangskriterien fürs Gymnasium führt vor diesem Hintergrund nur zu einer weiteren Benachteiligung von Kindern aus nichtakademischen Elternhäusern. Deshalb muss der für das Schuljahr 2011/12 geltende neue Maßstab der Bildungsempfehlung wieder rückgängig gemacht werden. Das Gleiche gilt selbstverständlich für die Gemeinschaftsschulen. Die bestehenden sind entgegen bisheriger Festlegung der schwarz-gelben Koalition zu erhal-ten, und weitere sind in allen Städten und Kreisen einzurichten.