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Minister Wöller bricht Versprechen des Amtsvorgängers Flath, dass in Sachsen keine Schulen mehr geschlossen werden

Zur Bildung sogenannter Eingangsklassen in Vorbereitung des Schuljahres 2010/ 2011 erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Cornelia Falken:
Der Freistaat wird seine unsägliche Schulschließungspolitik fortsetzen. Das geht aus den gestern vom Kultusministerium vorgelegten Zahlen zur Bildung sogenannter Eingangsklassen für das kommende Schuljahr hervor. Demnach erreichen 20 Grundschulen und 17 Mittelschulen nicht die für die Bildung einer 1. bzw. 5 Klasse nötige Schülerzahl. Aller Erfahrung nach be-deutet das, dass die betreffenden Schulen früher oder später geschlossen werden.
Wegen zu geringer Schülerzahlen wird das Kultusministerium seinen Mitwirkungsentzug aus-sprechen, wonach dem Schulträger nichts anderes übrig bleibt, als den Schulbetrieb einzu-stellen. Um dennoch eine Schule in der Kommune zu haben, greifen diese immer häufiger zu dem Mittel, die Schule in freier Trägerschaft weiter zu betreiben. Schulen in freier Trägerschaft sind nämlich nicht an die starren Vorgaben für die Klassenbildung gebunden. So ist beispiels-weise nun der Fortbestand der Mittelschule Lohsa gefährdet, die im Zusammenhang mit dem Auslaufen der staatlichen Mittelschule in Königswartha (beides Landkreis Bautzen) den dortigen Eltern als eine Alternative für ihre Kinder genannt wurde. In Königswartha wurde aber mittler-weile eine freie Schule gegründet.
Mit der erneuten Schließung von Schulen straft der amtierende Kultusminister nicht nur seinen Amtsvorgänger, Steffen Flath, Lügen, der 2007 verkündet hatte, dass in Sachsen keine Schulen mehr geschlossen werden würden. Die kurzsichtige Schulschließungspolitik ignoriert auch, dass die Schülerzahlen in Sachsen wieder steigen.